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HB9BS/p am Field Day vom 5. und 6. September 2009 PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 17. September 2009 um 13:03


(Bericht vom KW-TM, Benni, HB9TXZ)

Vorbereitungen

Nachdem feststand, dass Hans HB9DRJ und René HB9ATX sich als Operators für den Field Day zur Verfügung stellen würden, habe ich zusammen mit René mit der Suche nach einem geeigneten Standort begonnen. Der Vorschlag von René, es mit der Umgebung Gempen/Hochwald zu versuchen, erwies sich als eine gute Idee: nach mehreren Exkursionen an einen Standort unweit des Flugfunkfeuers Hochwald und ausgiebiger Störungssuche war klar, dass wir den Field Day diesmal von hier aus bestreiten würden. Auch landschaftlich ist der Ort durchaus reizvoll, und eine Scheune mitten auf dem Feld (ohne Stromzuleitung!) machte die Sache fast perfekt. Mario HB9RLW hat sich um Fahrbewilligungen für die Contest-Crew gekümmert, und René hat mit den Landwirten der ausgewählten Felder verhandelt. Gemeinsam haben wir das Material aus dem HB9BS-Material-Magazin und von einigen OMs zusammengetragen.

Ausrüstung und Material

Duri, HB9DCO und Mario haben unserem Verein grosszügigerweise eine Linear geschenkt. Später erst stellte sich heraus, dass die Röhre der Endstufe nicht auf die volle Leistung kam. Auch René, hat uns eine grosszügige Spende zukommen lassen. Wir haben diese für eine Ersatzröhre eingesetzt. Da die Ersatzteile bis zum Contest nicht da waren, hat Duri uns freundlicherweise einen Collins Power Amplifier aus seiner privaten Sammlung für den Contest zur Verfügung gestellt. Auch der Transceiver, ein Orion II von Tentec, stammte aus seinem Shack. Zudem hat Duri uns sein nigelnagelneues Notstromaggregat (Dauerleistung 2500W, Spitze 2800W) einweihen lassen, was überhaupt erst den Betrieb der Endstufe ermöglichte. Als Antenne diente uns die clubeigene, 63m lange G5RV. Auch Mario hatte mich vor seiner Abreise in die Ferien mit einem Haufen Material für den Contest eingedeckt, und für das Contest-Kulinarium hatte meine XYL Christine HE9ZMX ebenfalls noch eine ganze Menge Taschen, Kisten und Tupperwares sowie eine Festbankgarnitur zum Einladen bereitgestellt. So kam es, dass am Samstag Morgen mein nicht unbedingt kleiner PW-Anhänger fast aus den Nähten platzte, als wir uns bei schönstem, aber angenehm kühlen Wetter auf den Weg nach Gempen machten.

Aufbau und Funkbetrieb

Hans, René, Edi HB9EBG, Viktor HB9BLV mit XYL Yvette HB9MSV und ich trafen uns um 10.30h am Standort und begannen mit dem Aufbau des Zeltes und der Antenne. Das Zelt, von Viktor und seiner Frau gestiftet, hat sich als Herberge für die Contest-Station bestens bewährt. Beim Aufbau der Station jedoch haben sich unerwartet Schwierigkeiten ergeben: der Antennentuner wollte trotz allen Tricks nicht mitmachen. Beat HB9AGI, der uns einen Besuch abstattete und eine feine Flasche Wein mitbrachte (die wir uns für eine besondere Gelegenheit aufgespart haben!), half ebenfalls bei der Fehlersuche mit, aber auch seine Bemühungen blieben erfolglos. So setzten wir einen Notruf an Duri ab, der uns einmal mehr mit einem Ersatztuner aus der Patsche half. Leider konnten wir deshalb erst mit Verspätung unsere Punktejagd beginnen. Dafür legten sich nach erfolgreicher Inbetriebnahme von HB9BS/p Hans und René mächtig in die Riemen und arbeiteten fast ohne Unterbruch an der Station. Duris Generator machte seinen ersten Marathon ohne Probleme mit und schnurrte auf meinem Anhänger und bei einer Sendeleistung von rund 600W zufrieden vor sich hin…

Samstag

Der Tag war trotz Wolken mehrheitlich sonnig und angenehm warm, und der Abend belohnte unsere Mühen mit einem wunderschönen Sonnenuntergang und einer sternenklaren Nacht. Der Mond schien so hell (fast Vollmond!), dass sich mühelos Schatten abzeichneten, und man zum Gehen kaum Licht brauchte. Ein traumhafter Anblick mit den Wiesen, Feldern und dem Wald! Bei der Scheune unterhalb des Funkzeltes hatten wir unser Kulinarium aufgebaut. Am Mittag assen wir unter freiem Himmel Würste und Kartoffelsalat, und am Abend sassen wir zuerst zum Essen in der Scheune und danach am Lagerfeuer, das Viktor sorgfältig und mit dem Fachwissen eines erfahrenen Outdoor-Praktikers vorbereitet hatte. Er hatte seinen Jeep in der Scheune parkiert und sich spontan entschlossen, vor Ort zu übernachten. Als Hans und René am Funk dringend Ablösung brauchten, rettete uns Martin HB9RCJ mit seinem spontanen High-Speed-Einsatz. Als Besucher fanden sich Markus HB9TXM in Begleitung von Marcel HB9PBT ein; Daniel HB9TQK fuhr nach einem anstrengenden Arbeitstag noch mit dem Fahrrad von Allschwil aus zu uns hoch (und früh morgens wieder heim, um ein paar Stunden später zum Mittagessen und Abbau wieder zurück bei uns zu sein!!!), und Markus HB3YCS kam mit der ganzen Familie vorbei. Alle genossen wir die wunderschöne Nacht, die friedliche Stimmung am Lagerfeuer und das feine Essen.

 

Klein Leandra, unsere Tochter, hatte sich den ganzen Nachmittag mit Spielen im Freien und „Baden“ (mitsamt Regenanzug!) in den grossen Pfützen vergnügt, und ist dann mit vollem Bäuchlein und in sicher 3 Schichten warm eingepackt zufrieden auf Mamis Armen eingeschlafen. Christine hatte zuhause alles für das Kulinarium vorbereitet und fand so neben dem Aufbau und der Wirtschaft Zeit, sich unserer Tochter zu widmen. So hat jeder der Familie Acklin mitgeholfen, damit am Contest alles „drumrum“ klappt.

 

 

Hans und René beschlossen spontan, den Betrieb auch durch die Nacht weiterzuführen, und hielten tapfer durch! Hans hat als einziger gar nicht geschlafen, ich war nach guten 2 1/2h wieder vor Ort.



Sonntag

Nach einer für die meisten kurzen Nacht (für unseren armen Präsidenten war sie hingegen seeehr lang!!) frühstückten wir zusammen vor der Scheune. Der Sonntag begrüsste uns mit strahlendem Sonnenschein und alsbald milden Temperaturen – einfach traumhaft. Auch der Contest schien nicht schlecht zu laufen. Am Morgen kam noch Benoît HB9EOB zu unserer Unterstützung. Er führte uns später im lauen Thermikwind des Nachmittags seinen Gleitschirm vor (nur im Stehen, kein Flug). Nach einem letzten gemeinsamen Essen machten wir uns mit vereinten Kräften an den Abbau. Jeder packte mit an, wo er konnte, und so war wirklich erstaunlich rasch alles wieder auf dem Anhänger und in die Autos verstaut – bis auf eine Umlenkrolle, die wir im Gras nicht mehr fanden und schweren Herzens an unbekanntem Ort zurücklassen mussten. Um 17h waren wir abfahrbereit, und eine halbe Stunde später kamen wir müde, aber zufrieden zuhause an.





Fazit

Für mich war es ein wunderschöner erster Field Day! Dank vielen hilfreichen Händen konnten wir einen gelungenen Anlass innert kurzer Zeit auf die Beine stellen. Das war nur mit vereinten Kräften möglich! Wir haben viel dazugelernt, und ich denke, das Contest- Resultat kann sich sehen lassen. Das Kulinarium hat scheinbar ebenfalls Anklang gefunden, und das Wetter hat uns vor dem Herbst noch mal so richtig verwöhnt…

Ich freue mich auf den nächsten Field Day und hoffe, auch dann wieder eine so muntere, motivierte und fröhliche Mannschaft beisammen zu haben!


Euer KW-TM Benni HB9TXZ






Anmerkung: Rufzeichen sind zugunsten der besseren Lesbarkeit nur immer beim ersten Nennen eines Namens erwähnt.

Aktualisiert am Donnerstag, 17. September 2009 um 15:47
 
 
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